Miteinander - Hören 3

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18-5.11

Hi David, ich möchte dir auch noch einmal Danke sagen für deine wunderbare Unterstützung. Je länger wir zusammenarbeiten, desto besser werden wir beide als Team. Ich kann mir keinen besseren Co-Trainer vorstellen. Also, ein ganz großes Dankeschön an dich, und wir sehen uns beim nächsten Training!

16-5.10

Also, wir haben wirklich super Leute im Team. Jeder Spieler hat seine Stärken. Die muss ich als Trainer erkennen und dann mit den Stärken der anderen zusammenbringen. Das ist der erste Schritt.

Klingt einfach, ist es aber bestimmt nicht.

Naja, es geht so. Das klingt bescheiden.

Und? Hast du da irgendwelche Tricks?

Hm, also, Übung macht den Meister. Je mehr Erfahrung ich als Trainer habe, desto schneller erkenne ich die Stärken und kann sie für das Team nützen.

Es ist ein bisschen wie beim Sprachenlernen. Je länger man in einem Land lebt, desto besser geht es mit dem Sprechen.

Apropos Sprachenlernen, ihr seid ja ein ziemlich buntes Team, mit Spielern, die sehr unterschiedliche Hintergründe haben. Sprechen eigentlich alle so gut Deutsch wie du?

Wir lernen alle noch. Einige sind schon ein bisschen weiter, andere noch nicht ganz so weit. Wie schnell oder wie langsam man etwas lernt, hat ja mit ganz vielen Dingen zu tun.

Zum Beispiel?

Also, ich habe mich zum Beispiel zuerst an den Unterricht da gewöhnen müssen. Wir haben im Deutschkurs Spiele gemacht und in Gruppen zusammengearbeitet. Das war ganz neu für mich. Ich habe gar nicht gewusst, dass man so auch lernen kann. Aber das war für mich sehr wichtig.

Ich habe gesehen, dass ein Team mehr schafft als jeder Mensch allein.

Wie war denn der Unterricht, den du kennst?

Aus meiner Schulzeit kenne ich das so. Der Lehrer steht vorn und die Schüler sitzen in Reihen im Klassenzimmer. Gruppenarbeit haben wir nicht gehabt, auch keine Rollenspiele oder Diskussionen. Wir haben immer viel auswendig lernen müssen. Und der Lehrer hat uns dann abgefragt.

Ah ja, das ist natürlich etwas ganz anderes. Das wäre auch ein spannendes Thema für unsere Zeitung. Vielleicht machen wir darüber auch einmal einen Bericht.

Aber jetzt noch eine letzte Frage zum Fußball. Ihr habt ja noch ein Spiel in dieser Saison gegen Leusheim. Die haben in den letzten Monaten fast alle Spiele gewonnen. Habt ihr Chancen auf einen Sieg?

Ich denke, wir können es schaffen. Natürlich müssen wir viel trainieren. Aber das gehört eben dazu.

Das Leben ist kein, wie sagt man, Weihnachtskonzert?

Wunschkonzert.

Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Genau, das Leben ist kein Wunschkonzert. Da hast du recht.

Danke für das Gespräch, Amadou.

Gern.

16-5.09

Super gespielt, Timur! Danke, David. Ich hab's dir ja gesagt, heute gewinnen wir.

Ahmadu? Ja? Marlene Reiser vom Neuberger Wochenblatt. Hast du ein paar Minuten Zeit? Ja sicher, gern.

Also, zuerst einmal, gratuliere zu eurem Sieg. Vier zu drei! Das ist ein tolles Ergebnis. Vielen Dank. Wir freuen uns auch total.

Bist du überrascht, dass ihr gewonnen habt? Ich meine, die letzten beiden Spiele gegen den FC Weilheim habt ihr ja verloren.

Das stimmt. Deshalb haben wir uns gut auf das Spiel da vorbereitet und wirklich viel trainiert. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, aber wir haben fest dran geglaubt, dass wir gewinnen können. Und das hat funktioniert.

Und das hat auch was mit dir zu tun. Mit dir als Trainer. Ich würde da gern ein kleines Porträt über dich machen.

Okay.

Uns interessiert einfach, wie hast du es als Trainer eigentlich geschafft, in kurzer Zeit so eine starke Mannschaft zu formen?

Also, wir haben wirklich super Leute im Team. Jeder Spieler hat seine Stärken. Die muss ich als Trainer erkennen und dann mit den Stärken der anderen zusammenbringen. Das ist der erste Schritt.

Klingt einfach. Ist es aber bestimmt nicht.

Naja, es geht so.

14-5.07

Also, ich muss sagen, der SC Weilheim hat schon eine sehr starke Mannschaft. Trotzdem haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.

Auf jeden Fall. Das ist alles Trainingssache. Unsere Spieler sind in Topform und voll motiviert.

Überhaupt, seit du Trainer bist, hat sich das Team super entwickelt. Wir sind technisch viel besser geworden. Wir haben auch wirklich viel trainiert. Und Übung macht den Meister, hat mein Deutschlehrer immer gesagt.

Übung macht den Meister? Den Satz kenne ich noch nicht. Klingt gut. Auf Englisch sagt man das doch so ähnlich. Practice makes perfect.

Stimmt. Schon witzig. Jetzt musste ich wirklich kurz überlegen, wie man das auf Englisch sagt. Dabei ist Englisch doch eigentlich meine stärkere Sprache.

Naja, aber du sprichst jetzt meistens Deutsch. Da im Fußballverein, mit deiner Freundin, beim Einkaufen. Daher ist es doch ganz normal, dass dir das englische Wort manchmal nicht sofort einfällt.

Ja, kann sein. Ich denke jetzt auch ganz oft auf Deutsch. Früher habe ich immer alles im Kopf übersetzt. Das mache ich jetzt seltener. Deshalb ist das Sprechen jetzt auch viel einfacher.

Zum Glück.

Ja, das ist bei mir auch so. Das Reden ist einfacher und meine Aussprache ist jetzt auch viel besser. Damit habe ich am Anfang viele Probleme gehabt. Ich konnte zum Beispiel das R am Wortende nicht gut aussprechen. Und auch die Laute ch wie in ich und ch wie in acht waren total schwer für mich. Ich habe immer Angst gehabt, dass ich Fehler mache und mich die Leute nicht verstehen. Darum habe ich jeden Tag meine Aussprache trainiert, bis ich alles richtig sagen konnte.

Sogar das Wort Eichkatzel. Das war am Anfang ganz schwer für mich. Aber jetzt ist Eichkatzel mein Lieblingswort, weil es so lustig klingt. Und weil ich auch die Tiere sehr gern mag. Hast du auch ein Lieblingswort?

Ich finde, im Deutschen gibt es viele witzige Wörter für schnell. Zum Beispiel ratzfatz, ruckzuck und zack zack. Ich mag aber auch die ganz langen Wörter wie Fußballnationalmannschaft oder Schokoladeweihnachtsmann.

Ja. Gib Gas, Timur! Mit Vorlaufen!

Ja, genau! Ah, Eckball. Super! Und jetzt zack zack, alle wieder auf die Positione!

13-5.06

Bahnsteig 4. Regionalexpress nach Oerdingen und weiter nach Hainhauptbahnhof. Abfahrt 12.30 Uhr.

Boah, das geht ja schon einmal gut los.

Timur, da bist du ja. Was ist denn los?

Boah, frag nicht. Ich ärgere mich gerade so über mich selber. Weißt du, ich gehe extra früher weg, weil ich auf keinen Fall zu spät kommen will. Und dann merke ich unterwegs, ich habe meine Fußballschuhe vergessen. Echt deppert, oder? Ich bin noch einmal zurückgegangen und habe sie geholt.

Na geh, ist doch nicht so schlimm. Du hast es ja noch geschafft, deine Schuhe zu holen und rechtzeitig hier zu kommen.

Ja, Gott sei Dank. Sorry, Trainer.

Äh, sag einmal, warum ist eigentlich der Zug noch nicht da? Der sollte doch um 12.35 Uhr losfahren.

Der hat zehn Minuten Verspätung. Schau einmal da, die Anzeige.

Äh, da steht 25 Minuten.

Oh, jetzt sind es schon 25 Minuten.

Hmm.

Dies ist eine Information zum Regionalzug nach Weilheim. Planmäßige Abfahrt 12.35 Uhr. Dieser Zug fällt heute aus. Ich wiederhole, der Regionalzug nach Weilheim, planmäßige Abfahrt 12.35 Uhr, fällt heute aus. Der Grund dafür ist eine Störung auf der Strecke. Wir bitten um Entschuldigung.

Ge weiter, das gibt's ja nicht. So ein Mist. Was machen wir denn jetzt?

Ich schau einmal in der App nach, welchen Zug wir noch nehmen können.

Und?

Moment, der ist zu spät. Der auch. Hmm. Eine direkte Verbindung gibt es nicht. Wir müssen den Regionalexpress 7 bis Leusheim nehmen und dann mit dem Schienenersatzverkehr nach Weilheim weiterfahren. Von der Haltestelle sind es circa zehn Minuten bis zum Fußballplatz.

Das geht sich noch aus, oder?

Ja, wir müssen uns aber beeilen. Der REX kommt in einer Minute am Bahnsteig 4 an. Das ist auf der anderen Seite.

Na, dann los. Gib Gas, Ahmadou. Hopp, hopp.

Vorsicht am Bahnsteig 4. Regionalexpress nach Leusheim, planmäßige Abfahrt 12.40 Uhr, fährt ein.

Schneller, Timur. Lauf.

Puh, geschafft.

Ja, das war knapp.

Boah, ist mir jetzt warm.

Mhm, mir auch. Ich brauch vor dem Spiel heute kein Aufwärmtraining mehr. Von mir aus kann es direkt losgehen.

Und ich sag dir was, heute gewinnen wir.

Das ist die richtige Einstellung.


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